Die Höhle des gelben Hundes


Handlung

Die fünfköpfige Familie Batchuluum lebt in den endlosen Weiten der Mongolei. Sie sind Nomaden, haben eine Herde Schafe und ein paar Rinder. Die kleine Tochter Nansaa kommt gerade aus der Schule aus der Stadt zurück. Als sie für ihren Vater die Schafherde hüten soll, findet sie einen kleinen Hund in einer Höhle und nimmt ihn mit nach Hause. Doch ihr Vater möchte nicht, dass der Hund bei der Familie bleibt.


Erst als dieser Nansaas kleinen Bruder vor einem Schwarm Geier rettet, wird er in die Nomaden-Familie aufgenommen.

Meinung

„Die Höhle des gelben Hundes“ ist eine Geschichte, die sich sehr langsam entwickelt, dazu ist sie sehr klein, sehr reduziert. Der Schwerpunkt des Films liegt nicht bei dieser kleinen Geschichte, sondern Regisseurin Byambasuren Davaa hat ihr Augenmerk auf das Leben und den Alltag der Nomaden-Familie gerichtet. Dabei kommt sie dem klassischen Dokumentarfilm sehr nahe, zeigt, wie die Kinder spielen, der Vater die Schafe schert und die Mutter Käse schneidet. In langen, ruhigen Bildern bietet uns der Film einen Einblick in das Leben der jungen, dem technischen Fortschritt gegenüber aufgeschlossenen Nomaden in den Weiten der Mongolei.

Der Film besticht durch seine schönen Landschaftsaufnahmen und den süßen Kindern in Großaufnahme. Doch er scheint zu unentschlossen. Für einen Dokumentarfilm wirken viele Szenen zu gestellt, für einen Spielfilm ist er zu beobachtend und es geschieht zu wenig in der Handlung. Und mit den Bildern von Wiesen und Bergen und der etwas betulichen Kindergeschichte um einen Hund, fühlt man sich fast wie in einem Heimatfilm. Ein rein dokumentarischer Blick auf eine Nomaden-Familie ohne die konstruierte Geschichte um den Hund, hätte uns als Zuschauer vielleicht schon zufrieden gestellt.

Dokumentarischer Blick auf ein Nomaden-Leben.

von Tora Stern



Nansaa: Nansaa Batchuluum

Nomaden-Familie: Familie Batchuluum

Regie: Byambasuren Davaa | Deutschland, 2005

Länge: 89 min | FSK: o.A. | Buch: Byambasuren Davaa | Kamera: Daniel Schönauer | Ton: Ansgar Frerich, Frank Regente | Schnitt: Sarah Clara Weber | Musik: Ganpurev Dagvan | Produktion: Schesch Filmproduktion